Das Grundrezept des konstruktiven Holzschutzes ist so einfach und wird dennoch immer wieder missachtet. Jedes Bauteil muss nach der Bewitterung so rasch wie möglich abtrocknen können, um anhaltende Feuchtigkeit in der Konstruktion auszuschließen. Erdkontakt ist zu vermeiden.

Für Terrassenkonstruktionen gibt es keine einheitliche normative Regelung. Auch hier gilt sich auf die Erfahrung der Holzforschung Austria zu verlassen, die mit der Broschüre „Balkone und Terrassenbeläge aus Holz“ alle essentiellen konstruktiven Fragen beantwortet. Diese und andere Broschüren können Sie auf der Webseite der HFA/Publikationen bestellen.

Im Folgenden erörtern wir einige Grundlagen, wie Befestigung und Dimensionierung. Gerne können Sie uns auch Ihre Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zusenden.

 

 

1) Belagsbretter

1.a.) Dimensionen

Handelsüblich und bei gut getrockneter Ware gerade noch vertretbar sind Breiten bis 145mm. Die optimale Breite liegt zwischen 80 und 120mm. Die Stärke sollte 24mm nicht unterschreiten. Laubhölzer sind auf  Grund der höheren Festigkeit mit einer Mindeststärke von 22mm richtig dimensioniert. Beachtet man die Faustregel - Achsabstand der Unterkonstruktion = Brettdicke x 20 – machen die 22mm bei Laubholz(=Achsabstand daher ca. 450mm) und die 24m bei Nadelholzern(=ca. 500mm) Sinn.

1.b.) Oberfläche

Die Frage, ob die geriffelt oder die gezahnte Seite als Oberfläche verwendet werden soll, ist auf Grund der Tatsache, dass glatte Oberflächen im Trend liegen nun kein vorherrschendes Thema mehr. Gott sei Dank, denn die Sinnhaftigkeit der Riffelung ist aus mehreren Gründen zu hinterfragen:

  • Nässe und Schmutz halten sich länger an der Oberfläche.
  • Die Rutschgefahr wird nur quer zur Holzlängsrichtung minimiert, in Längsrichtung durch den Schieneneffekt sogar verstärkt!
  • Feine Riffelungen begünstigen die Splitterbildung.
  • Die Behandlung mit Öl wird erschwert, da das Nachwischen aus den Riffeltälern praktisch unmöglich ist und daher ungleichmäßige Oberflächen entstehen.
  • Renovierungen (z.B Schleifen) sind nicht möglich.
 

Hinsichtlich Verformung, Schüsselung, Rissbildung, Dimensionsstabilität, gleichmäßigen Fugenabstand zeigen Rift-, bzw. Halbriftbretter beste Eigenschaften. Der mit Abstand wertvollste Nutzen aus diesem vertikalen Jahrringverlauf ist, das die Verletzungsgefahr durch Splitter praktisch ausgeschlossen wird.

 

2) Traglatten

Die Unterkonstruktion ist ausreichend zu dimensionieren um die Verformungskräfte des Deckbelages aufnehmen zu können. Unterkonstruktionsstaffel, die die gleiche oder eine bessere Bewitterungsklasse aufweisen wie der Deckbelag, sind bei vollflächigen Untergrund durch mindestens 10mm dicke Kunstoffpads aus der wasserführenden Ebene abzuheben. Auch für die Schraubenlänge gibt es eine Faustregel: Dicke des Deckbelages x2,5. Daraus kann man die Mindesthöhe der Traglatten ableiten. Kommen Traglatten mit einer Breite über 50mm zum Einsatz, so ist mit geeigneten Hilfsmittel für Durchlüftung von mind. 10mm zu sorgen.

2.a.) Befestigung

Ob sichtbare Schraubenköpfe in der Oberfläche gefallen finden oder nicht, darüber kann man geteilter Meinung sein. Wenn es um eine kraftschlüssige Verbindung geht, und diese ist bei den meisten Außenbauhölzern dringen anzuraten, sollte eine sichtbare Verschraubung bevorzugt werden. Alle Fragen über Schraubendimensionierung, Mindestabstände zum Brettend bzw. vom Seitenrand, Schraubenmenge per Qudratmeter etc. erfahren Sie indem Sie Ihre Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Kommen Systeme zum Einsatz die eine schraubenlose Optik bieten, ist erstens darauf zu achten ob sich einzelne Dielen für Wartungszwecke mit geringem Aufwand austauschen lassen und zweitens ob das System den Schwund und Verformungskräften stand hält. Mit der Rahmenbauweise easyDECK, bietet Prime Gardenwood die ideale Lösung zum Thema schraubenlose Optik.

2.b.) Fugenausbildung

Um einen einwandfreien Wasserablauf zu gewährleisten sind Fugen mit 6% der Brettbreite oder 7mm auszuführen. Dies gilt auch für Längsstöße am Hirnende. Fugenabstände zu angrenzenden Bauten empfehlen wir mit >10mm auszuführen.